Um ohne Unverpackt-Laden möglichst müllarm zu leben, muss man hin und wieder doch auf Verpackungen zurück greifen. Für mich persönlich ist es wichtig, dass Verpackungen so gut wie möglich recycled werden können und so bin ich bei dieser Liste gelandet, nach der ich meine Lebensmittel einkaufe:
Unverpackt:
Am besten ist es natürlich, wenn man die Lebensmittel unverpackt bekommt. Obst & Gemüse gibt es auf dem Markt, beim kleinen Obsthändler um die Ecke, beim ethnischen Supermarkt oder auch mit der Gemüsekiste, die wöchentlich geliefert wird. Auf dem Markt finde ich auch Trockenobst und zu Weihnachten so ausgefallene Sachen wie Zitronat oder Orangeat. Im ethnischen Supermarkt gibt es auch oft Reis oder Hülsenfrüchte lose. Vielerorts gibt es Milchtankstellen, wo man seine Milch im eigenen Behälter abfüllen kann. Wenn man etwas sucht, findet man auch eine Käsetheke, die den Käse direkt in die Dose legt.
Im Pfandbehälter:
Milch, Joghurt, Getränke, manchmal finde ich sogar Saure Sahne oder Quark im Glas, gibt es im Pfandbehälter. Wenn man die Marke kennt, kann man seinen Supermarkt oft auch fragen, ob sie es ins Programm nehmen. Ich bevorzuge Glas-Mehrweg vor Plastik-Mehrweg, da Glas weitaus öfter wieder befüllt werden kann als Plastik bevor es eingeschmolzen werden muss.
Wieder bzw. weiterverwendbare Verpackungen:
Oft gibt es Produkte in Verpackungen, die man danach weiter verwenden kann. Sei es zur Aufbewahrung von Kleinkram oder zum einmachen von Lebensmitteln. Bei mir sind das in erster Linie Gläser mit Metalldeckel. Dort bewahre ich Lebensmittel auf oder transportiere meinen Salat im Glas. Aber auch die Blechdose vom Feta oder die Dosen von einigen Milchprodukten lassen sich gut wiederverwerten. Ich nutze sie oft um fertig gekochtes bei Foodsharing weiter zu geben oder für die Reste bei unserem monatlichen Brunch. Auch hier bevorzuge ich wieder Glas oder Metall vor Plastik. Glas oder Metall lassen sich fast unendlich wiederverwerten wohingegen Plastik in den meisten Fällen nur gedowncyclet werden kann. Toilettenpapier-Packungen bekommen bei uns im übrigen ein zweites Leben als Mülltüte :) Im übrigen, die Dose die zum Stiftehalter oder zur Geschenkverpackung wird, gehört da auch dazu.
Großpackungen:
Insbesondere bei Trockenprodukten wie Hülsenfrüchte oder Mehl greife ich gerne auf Großpackungen zurück. Zum einen hat man weniger Verpackung, zum anderen lassen sich die großen Tüten auch oft als Müllbeutel weiterverwenden.Noch ein Vorteil: meist sind die Großpackungen dann aus Papier. Auch hier gilt für mich wieder Papier vor Plastik.
Der Rest:
Bei den restlichen Dingen habe ich für mich abhängig von Recyclingfähigkeit & Transport für die folgende Reihenfolge entschieden: Papier, Glas/Metall, Hartplastik, Weichplastik, TetraPak. TetraPak besteht aus mehreren Materialien und ist daher weniger gut trennbar. Je weicher das Plastik ist, desto schlechter ist es recyclebar.
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